Ergotherapie Hand und Fingerübung am Schraubenbaum

Im Mittelpunkt steht das Erarbeiten komplexer und individueller Handlungsabläufe und natürlich das Wiedererlangen größtmöglicher Selbständigkeit im Alltag, im Berufsleben und in Ihrer Freizeit. In Einzel- und Gruppentherapien verbessern wir Ihre Feinmotorik sowie Kraft und Koordination.

Für orthopädische Patienten ist es wichtig, bestimmte Verhaltensmuster zu erlernen, um das Risiko für Krankheitsfolgen zu minimieren und die Beweglichkeit zu erhalten. Es werden Maßnahmen über rückengerechtes Verhalten im Berufsleben, sowie im Alltag vermittelt. Unsere Ergotherapeuten helfen Ihnen mit einfach zu erlernenden Tricks, Alltagstätigkeiten zu ermöglichen. Patienten mit einer Bandscheibenproblematik leiten wir im Rahmen der Haltungs-und Bewegungsschulung und medizinischen beruflichen Rehabilitation an und vermitteln Inhalte über rückengerechte Verhaltensmaßnahmen im Alltag und im Berufsleben.

Wenn Sie nach einer Hüft- oder Kniegelenksoperation zu uns in die Klinik kommen, stehen das gelenkschonende Verhalten sowie die Hilfsmittelklärung und Beratung im Vordergrund.

Sind Sie aufgrund einer Schulter-Handproblematik in unserer Klinik, werden Sie in der Ergotherapie im Rahmen Ihrer Bewegungs-und Funktionsfähigkeit individuell gefördert.

Ergotherapie Flaschen schrauben zur Verbesserung der Feinmotorik
Übungen bei der Ergotherapie in der Marcus Klinik

Im Rahmen der neurologischen Reha werden unsere Patienten mithilfe des  Wasch-, Anzieh-, und Esstrainings auf eine eigenständige und unabhängige Versorgung im Alltag vorbereitet. Des Weiteren liegt das Augenmerk der Ergotherapie im Bereich des kognitiven Trainings. Handlungsabläufe und -struktur sowie die Merkfähigkeit werden individuell gefördert. Dieses kann auch je nach Bedarf im Rahmen eines Haushaltstrainings in der Übungsküche der Ergotherapie durchgeführt geführt werden. Beim motorisch funktionellen Training - dem ArmGeräteTraining (AGT) - werden durch gezielte Übungen die Kraft, Koordination, Feinmotorik und Ausdauer gefördert.

Die Folgen eines Schlaganfalles, Schädel-Hirn-Traumas oder anderer neurologischer Erkrankungen und Verletzungen zeigen sich häufig in einer beeinträchtigten Funktion von Arm oder Hand. Diese Lähmungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Das ArmGeräteTraining (AGT) stellt ein wissenschaftlich begründetes Therapiekonzept dar, bei dem geräte- und computergestützte Verfahren zum Einsatz kommen. Die Arm- und Handfunktion wird durch ein gezieltes, individuelles Training mit hoher Wiederholungsfrequenz der Bewegungen (Repetition) verbessert. Dabei wird das auch aufgabenorientierte Arbeiten dem Bedarf des Betroffenen angepasst, um die motorischen Fähigkeiten wieder herzustellen.

Die Therapien bauen aufeinander auf und bieten Übungen von der Schulter- Armfunktion bis zur Hand-Fingerfunktion. Durch dieses aktive Training und die visuelle Darstellung der Leistungen entsteht eine hohe Trainingsmotivation und die Möglichkeit zur individuellen Dokumentation der Fortschritte. Das AGT wird als notwendige Ergänzung zur standardisierten konservativen ergotherapeutischen Behandlung verstanden, um die Arm- und Handfunktion im Alltagsgebrauch signifikant zu verbessern.

Gegen Ende Ihres Klinikaufenthaltes werden die Ärzte und Therapeuten unter Federführung der Ergotherapie über die Notwendigkeit und den Bedarf von Hilfsmitteln mit Ihnen sprechen. Solche Hilfsmittel sind in einem „Hilfsmittelkatalog“, der von den Kostenträgern vorgegeben ist, gelistet. Hilfsmittel dienen zur verbesserten Bewältigung des Alltags, sollen die Selbständigkeit erhöhen und Beeinträchtigungen kompensieren. Der Bedarf an Hilfsmitteln wird individuell und mit Bezug zum Schweregrad der Beeinträchtigungen ermittelt. Dies kann die Mobilität (z.B. Pflegebett, Rollstuhl, Rollator oder Gehstock) oder auch das häusliche Umfeld betreffen (z.B. Badewannenlift, Toilettensitzerhöhung oder Duschstuhl). Häufig werden benötigte Hilfsmittel während der Rehabilitationsmaßnahme eingesetzt und erprobt. Bei der Hilfsmittelversorgung arbeiten wir mit einem Sanitätshaus und den zuständigen Kostenträgern zusammen.

Ein Rollstuhl als Hilfsmittel