Angehörigenberatung in der Marcus Klinik

So viele Fragen. So viel Neues. So viel zu klären und zu organisieren. Pflegende Angehörige übernehmen nicht selten eine große Verantwortung oder stehen vor vielen Herausforderungen, den bevorstehenden Alltag für ihre nahestehenden, erkrankten Menschen zu organisieren. In der Marcus Klinik stehen Sie mit diesen Aufgaben nicht alleine da. Hier finden Sie professionelle Ansprechpartner, die Ihre ganz persönliche Situation analysieren und für Sie optimale Lösungen finden. Das Angebot unserer Pflegeberatung ist individuell und kostenlos für Sie.

Bei Fragen und Sorgen zur Pflege Ihrer Angehörigen können Sie sich jederzeit an unsere Pflegeberatung wenden. Im Gespräch mit den Angehörigen prüfen wir gemeinsam, welche häuslichen Bedingungen ein Patient vorfinden wird, wenn er aus der stationären Behandlung entlassen wird und welche Veränderungen notwendig sein können. Gerne stehen wir Ihnen bereits in der Klinik oder auch bei Ihnen zu Hause in der Region für Beratung und Pflegekurse zur Verfügung.

Über die Pflegeberaterin Maria Kukuk

Maria Kukuk ist seit vielen Jahren engagiert in der Pflege tätig. Sie war selbst jahrelang pflegende Angehörige und hatte mit persönlichen Schicksalsschlägen und Krankheiten zu kämpfen. Das Wissen und die Erfahrungen, die Sie dadurch erlangt hat, möchte sie gerne teilen und weitergeben. Über die reinen Fakten hinaus liegt es ihr viel mehr noch am Herzen, den Angehörigen Verständnis entgegenzubringen. Maria Kukuk weiß, wovon sie spricht und hat Verständnis für alle Fragen, Unsicherheiten und Emotionen von Angehörigen.

Pflegeberaterin Frau Maria Kukuk

„Demenz ist nicht nur Aggressionen, Unruhe und das Kreisen um ständig dieselben Geschichten. Demenz bietet uns auch Möglichkeiten, den betroffenen Menschen anders kennenzulernen. Eine ordentliche Prise Humor und die Bereitschaft, sich vielleicht selbst zu verändern zählen dabei zu den wesentlichen Voraussetzungen im leichteren Umgang mit dem demenziell veränderten Gegenüber.“

„In erster Linie geht es darum, die Erkrankung besser zu verstehen. Wesentliche Aspekte sind: Was passiert wenn ich mich oder mein Verhalten verändere und wie wirkt sich das auf meinen Angehörigen aus. Welche Handlungskonzepte können bei einer demenziellen Erkrankung helfen mit Verhaltensauffälligkeiten handlungsfähig zu bleiben. Wo und wie kann ich als Angehöriger Entlastung finden, um dem häufig anstrengenden Alltag mit meinem Angehörigen gewachsen zu sein. Anhand von Elementen wie der Nutzung der Biographie bzw. der Lebensgeschichte des Betroffenen oder dem Einsatz von Validation (Haltung und Umgang mit demenziell erkrankten Menschen) und der Gestaltung eines Pflegenetzwerks wird die Krankheit an vielen Beispielen anschaulich erklärt und die Teilnehmer sensibilisiert.“

„Der Austausch untereinander ist sehr wichtig. Wir können immer viel voneinander lernen und den betroffenen Angehörigen zeigt es, dass sie nicht allein sind. Im Gegenteil, es gibt viele andere, denen es ähnlich geht. Die Kurse sind daher auch so geplant, dass ausreichend Zeit für den gemeinsamen Austausch und für individuelle Fragen zur Verfügung steht.“

In Zusammenarbeit mit den Ärzten, der Pflegeberatung und der Bezugspflegekraft unterstützt Sie unser Sozialdienst bei der Vorbereitung zur Entlassung und Nachsorge. Als Ansprechpartner für Probleme der Patienten, die im Zusammenhang stehen mit der Erkrankung, Unfall oder Behinderung vermitteln wir ambulante oder stationäre Hilfsangebote wie Pflegeeinrichtungen, Haushaltshilfen oder Mahlzeitendienste und leisten Unterstützung bei beruflichen oder finanziellen Fragestellungen.

Sozialdienst
Ergotherapie Hand und Fingerübung am Schraubenbaum

Oft ist die Pflege von Angehörigen zu Hause nicht nur emotional belastend – sie kann auch körperlich sehr anstrengend sein. Hilfsmittel erleichtern die Pflege von Angehörigen deutlich und bieten den Patienten in vielen Fällen die Möglichkeit der Mobilität. Unsere Mitarbeiter der Ergotherapie informieren und beraten über die Möglichkeiten zur Unterstützung durch häusliche Hilfsmittel.